Signierte Fotografie von Eudoxia und Nadeschda von Bulgarien
Beschreibung
Signierte Fotografie von Eudoxia und Nadeschda von Bulgarien.
Hersteller- / Hauptbeschreibung
Signierte Fotografie von Eudoxia und Nadeschda von Bulgarien.
Mit beiden Unterschriften.
"Mit unserem aufrichtigen Dank"
Die Fotografie war einem Dankschreiben vom 10. Januar 1913 beigefügt, verfasst vom Sekretär der Wohltätigkeitswerke Ihrer Königlichen Hoheiten, der Prinzessinnen Eudoxia und Nadeschda.
Transkription des Schreibens
Sophia, den 10/I 1913.
Fräulein,
Ihre Königlichen Hoheiten haben die Gegenstände erhalten, die das Komitee von Saumur freundlicherweise für die kleinen Waisen unserer armen Soldaten gesandt hat, die im Befreiungskrieg gefallen sind, und haben mich beauftragt, Ihnen und allen Spendern ihren aufrichtigen Dank auszusprechen und Ihnen das beigefügte Porträt als Zeichen der Anerkennung zu übersenden.
Bitte nehmen Sie, Fräulein, meine besten Grüße entgegen.
Der Sekretär:
Dr. M. Benlieff
Recherchen und Beschreibungen wurden mit Hilfe eines KI-Assistenten (ChatGPT-5) erstellt. Typologische Ungenauigkeiten oder Fehler können bestehen bleiben.
Dieses Dokument ist besonders interessant, da es in einen Schlüsselmoment der Geschichte des Balkans und Bulgariens gehört. Der Brief ist auf den 10. Januar 1913 datiert, also mitten in der Zeit der Balkankriege (1912-1913). Der im Brief verwendete Ausdruck "Befreiungskrieg" bezeichnet hier den Ersten Balkankrieg (1912-1913). Bulgarien kämpfte gemeinsam mit Serbien, Griechenland und Montenegro gegen das Osmanische Reich. Ziel war die Befreiung der noch unter osmanischer Herrschaft stehenden Gebiete, insbesondere in Makedonien und Thrakien. Für die Bulgaren war dies ein nationaler und patriotischer Krieg, daher der Begriff "Befreiung". Die beiden jungen Mädchen auf der Fotografie sind Eudoxia von Bulgarien (1898-1985) und Nadeschda von Bulgarien (1899-1958). Sie waren die Töchter König Ferdinands I. von Bulgarien. Zum Zeitpunkt des Briefes waren sie noch Jugendliche, etwa 14 bis 15 Jahre alt. Das Schreiben stammt vom Sekretariat der Wohltätigkeitswerke Ihrer Königlichen Hoheiten. Dies zeigt, dass die Prinzessinnen an offiziellen karitativen Aktionen beteiligt waren. Sie wurden als Figuren nationaler Solidarität hervorgehoben. Ihre Rolle während des Krieges umfasste Hilfe für Soldatenwaisen, Unterstützung für Verwundete und Familien sowie das Sammeln von Spenden, Gegenständen, Kleidung und Geld.
Der Brief erwähnt das Komitee von Saumur. Das bedeutet, dass französische Spender Hilfe nach Bulgarien geschickt hatten. Damals weckte Bulgarien in Westeuropa Sympathie, und humanitäre Komitees mobilisierten Unterstützung. Die verwendete diplomatische Sprache ist Französisch. Die beigefügte Fotografie mit Unterschriften und Krone besitzt symbolischen Wert: Sie zeigt die Prinzessinnen in einer sanften und studiousen Haltung. Sie dient als offizieller Dank und verkörpert Mitgefühl, Adel und humanitäres Engagement. Sie ist zugleich ein Zeichen der Dankbarkeit und ein Instrument königlicher Kommunikation. Zusammenfassend bezeugt dieses Dokument die internationale Mobilisierung zugunsten der Kriegsopfer, die Rolle der bulgarischen Monarchie in Wohltätigkeit und wohlwollender Propaganda, das Bild der Prinzessinnen als Figuren nationalen Mitgefühls und die Beziehungen zwischen Frankreich und Bulgarien zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Fotografie der Prinzessinnen Eudoxia und Nadeschda von Bulgarien, Töchter Zar Ferdinands I., in einer intimen und eleganten Szene.
Die beiden jungen Prinzessinnen tragen weiße Kleider in einem Stil, der für das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert charakteristisch ist. Eine sitzt in einem Sessel und liest oder betrachtet ein Dokument, während die andere neben ihr steht und sich aufmerksam darüber beugt. Ihre Haltung erinnert an einen ruhigen und vertrauten Moment. Die Komposition ist sorgfältig gestaltet, mit einem neutralen Hintergrund, wie er für Fotostudios jener Zeit typisch ist. Eine gedruckte Krone erscheint im Bild und unterstreicht ihren fürstlichen Rang. Die Fotografie ist von beiden Prinzessinnen gewidmet und signiert, mit der handschriftlichen Inschrift:
"Mit unserem aufrichtigen Dank", was ihren persönlichen und wertvollen Charakter verstärkt.
Prinzessin Eudoxia von Bulgarien (1898-1985)
Tochter von Zar Ferdinand I. und Prinzessin Marie-Louise von Bourbon-Parma, verbrachte Eudoxia einen großen Teil ihres Lebens innerhalb der bulgarischen Königsfamilie. Sie stand ihrem Bruder, Zar Boris III., sehr nahe und spielte am Hof eine diskrete, aber wichtige Rolle. Nach der Abschaffung der Monarchie im Jahr 1946 ging sie ins Exil und verbrachte den Rest ihres Lebens in Deutschland.
Prinzessin Nadeschda von Bulgarien (1899-1958)
Kurz vor dem Tod ihrer Mutter, Prinzessin Marie-Louise, geboren, wuchs Nadeschda in einem von diesem Verlust geprägten Umfeld auf. Sie heiratete Herzog Albrecht von Württemberg und wurde damit Teil der europäischen dynastischen Allianzen. Später führte sie ein zurückgezogeneres Leben in Deutschland.
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